Stadtwald Rockenhausen erhält 53.800 Euro Bundeswaldprämie


Der Stadtwald Rockenhausen erhält 53.800 Euro Bundeswaldprämie aus dem Konjunkturpaket des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Vorrausetzung für den Erhalt der Bundeswaldprämie in Höhe von 120 € je Hektar ist das internationale Zertifikat FSC (Forest Stewardship Council) für nachhaltige Waldwirtschaft. Bereits 1999 wurde diese Auszeichnung dem Rockenhausener Stadtwald zuerkannt, da Forstamtmann Burkhart den Rockenhausener Stadtwald gemäß ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten bewirtschaftet. Bei allen Planungen sowie der Entwicklung neuer Ideen folgt der Stadtförster stets diesen Prinzipien der Nachhaltigkeit und findet dabei große Unterstützung bei der Stadt. Dank Lothar Burkhart, der seit 1991 den Stadtwald vorbildlich betreut, können alle Standards zur Zertifizierung kontinuierlich eingehalten werden.

Der dem Stadtrat vorgelegte Forstwirtschaftsplan 2021, der noch ein Defizit in Höhe von 16.552 Euro auswies, gestaltet sich aktuell aufgrund der willkommenen Nachhaltigkeitsprämie positiv. Von den jetzt zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln will Förster Burkhart vorerst einen kleineren Betrag für die anstehende Instandhaltung der Waldwege einsetzen.

Weiterhin berichtete Lothar Burkhart über die lokalen Auswirkungen der global auftretenden Waldschäden infolge von Trockenheit, Hitze und Borkenkäferbefall. Leider seien hier aufgrund geringer Niederschlagsmengen der vergangenen Monate keine wesentlichen Verbesserungen zu erwarten. Sehr unerfreulich seien zudem die Vorgänge im Steinbruch: Hier würden sich immer wieder unvernünftige Kletterer treffen, die sich über alle Verbote hinwegsetzen. Mehrere Polizeieinsätze seien bereits erforderlich gewesen, bedauerlicherweise habe sich ein Unfall ereignet. Darüber hinaus bedeute dies eine massive Störung des dort brütenden Wanderfalken.

Erfreulicher ist hingegen die Ankündigung, dass alle beliebten Veranstaltungen und Aktionen im Wald wieder durchgeführt werden, sobald die Kontaktbeschränkungen hinsichtlich der Corona-Lage dies erlauben. Dies betrifft die vorgesehene Pflanzaktion mit gespendeten Baumsetzlingen, die jährliche Waldbegehung mit über 100 Teilnehmern, die Waldtage oder eine Fackelwanderung im Dezember.

Und ein weiteres interessantes Projekt kommt vor allem dem Wunsch einiger Bürgerinnen und Bürger entgegen, die ihren „CO2-Fußabdruck“ verbessern möchten: In der Rockenhausener Gemarkung soll es auf einer ausgewiesenen Fläche gestattet sein, selbst Bäume anzupflanzen, um damit CO² einzusparen beziehungsweise zu kompensieren.