Liebesbriefe berühmter und berüchtigter Frauen


Plakat zur Lesung

Jedes Jahr am 8. März dreht sich in der Stadtbücherei Rockenhausen alles um den Weltfrauentag. Bereits einige namhafte Schauspielerinnen und Schauspieler sowie Künstlerinnen und Künstler brachten dort mit ihren Lesungen rund um die Themen Weiblichkeit und Frauenrechte das Publikum zum Lachen, Schmunzeln und Nachdenken – allesamt äußerst beliebte Veranstaltungen. Auch im Corona-Jahr 2021 möchte das ehrenamtliche Team der Stadtbücherei den Weltfrauentag zelebrieren, dieses Mal kann allerdings aufgrund der Pandemie-bedingten Kontaktbeschränkungen leider keine Präsenzveranstaltung in der Stadtbücherei, die vorerst noch bis zum 7. März geschlossen bleibt, stattfinden. Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Wege: In Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Rockenhausen produzieren Barbara Bernt und Jochen Schott, die schon 2019 mit ihren „Weibergesängen“ für einen unterhaltsamen Abend in der Stadtbücherei sorgten, eine etwa 20-minütige Video-Lesung zum Weltfrauentag 2021. Barbara Bernt liest hierbei Liebesbriefe berühmter und berüchtigter Frauen. Die ausgewählten Briefe sind Zeugnisse der Emotionen und Leidenschaften dieser Frauen, berichten aber auch über die Lebensverhältnisse ihrer Verfasserinnen. Passend zum Thema wird das Werk „Liebesbrief“ der Künstlerin Patricia Hell eingeblendet, das derzeit im Museum Pachen lagert. Jochen Schott wird die Lesung zudem mit jazziger Gitarrenmusik umrahmen. Das Publikum der Stadtbücherei muss also auch in diesem Jahr nicht auf eine kurzweilige, musikalisch untermalte Lesung zum Weltfrauentag verzichten. Alles, was man/frau dazu benötigt, sind ein paar Klicks im Internet: Die Video-Lesung ist ab sofort auf dem YouTube-Kanal der Stadt Rockenhausen verfügbar.

Apropos Frauenpower: Zeitgleich zeigt die Stadtbücherei Rockenhausen, gut sichtbar und Corona-konform im Schaufenster platziert, die farbgewaltigen Arbeiten von Ann Blaum, einer aus Katzenbach stammenden Künstlerin. Blaum, die sich als Künstlerin nach ihrem Mädchennamen „Hubera“ nannte, verstarb 2003. Die Werke waren bereits in einer Sonderausstellung von 2016 im Museum Pachen namens „Aus dem Leben und Werk von Ann Blaum-Hubera“ zu sehen. Ann Blaum studierte in Nürnberg und München angewandte Kunst. Bevor sie 1948 nach Rockenhausen zog, hatte sie eine eigene Werkstätte für Kunsthandwerk in ihrem Geburtsort Frankenthal. Die berufspädagogische Zusatzausbildung befähigte sie zur Berufsschullehrerin. Neben dieser Tätigkeit, die sie bis zu ihrer Pensionierung 1973 ausübte, schuf Ann Blaum ihre künstlerische Welt aus Bildern, Stoffarbeiten, Lichtobjekten und Mosaiken. Ann Blaum wandelte in der Kunstwelt stets auf sehr eigenen Pfaden. Die besondere „Ausstellung“ im Schaufenster der Stadtbücherei Rockenhausen ist allemal einen kleinen Abstecher wert. Einfach mal vorbeischauen!

Foto der Malerei "Liebesbrief" von Patricia Hell
"Liebesbrief" von Patricia Hell


Foto der Malerei "Sturm" von Ann Blaum
"Sturm" von Ann Blaum