Kahnweilerhaus wieder geöffnet


Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass das Kahnweilerhaus am 18.03.2021 öffnet.

Bereits am 1. November 2020 fand die Vernissage der Ausstellung “con_certo“ im Kahnweilerhaus statt – einen Tag später mussten die Museen coronabedingt wieder schließen. Dankenswerterweise hat die Künstlerin Anja Michaela ihre Werke im Kahnweilerhaus belassen und freut sich nun endlich ihre Ausstellung wieder zu eröffnen.

Am Freitag, dem 19.03.2021, ist die Künstlerin von 11-17 Uhr selbst vor Ort. Sie haben dann noch einmal die Gelegenheit, sich mit ihr über ihre Werke auszutauschen. Ansonsten hat das Kahnweilerhaus Donnerstag – Sonntag von 15 bis 17 Uhr geöffnet.

Ausstellung "con_certo"

Christina Dickel schreibt zur Ausstellung: “Die Werkserie con_certo erinnert an Musikinstrumente. Und tatsächlich bestehen die Werke aus ausrangierten Klavieren und Metallteilen, die zur Herstellung von Blasinstrumenten verwendet werden. Die Künstlerin verarbeitet diese zu neuen „Instrumenten“, kombiniert disparate Einzelteile, verlängert sie, lässt sie sich winden - fast so, als seien sie froh, ihrer Bestimmung zu entkommen und sich frei zu entwickeln: Partner zu finden, neue Klänge zu erproben, den Raum zu erobern. Dabei sind die neuen Objekte so perfekt gearbeitet, dass man sie glaubhaft empfindet, ihre Windungen sind teilweise labyrinthisch und verwirrend, ganz wie bei realen Musikinstrumenten, die man aus der Erinnerung kaum richtig nachzeichnen kann. So sind Anja Michaelas Werke auch eine Metapher für die sich verselbstständigende Erinnerung. Ihre Instrumente lassen Töne im inneren Ohr des Betrachters entstehen, sie tragen unsere Erinnerung an Musik in sich. Anja Michaela geht der Frage nach, was bleibt in Erinnerung? Das Prinzip der Dekonstruktion und Konstruktion, das insbesondere in dieser Werkserie Anwendung findet, charakterisiert einen möglichen Erinnerungsprozess: Eine klare Begebenheit wird im Erinnern dekonstruiert und mit Hilfe von Assoziationsprozessen und Verknüpfungen zu etwa Neuem geformt.“

Im Hinblick auf ihre Werke im Kahnweilerhaus erinnert die Künstlerin daran, dass in der griechischen Mythologie die Musen die Schutzgöttinnen der Künste waren. Sie waren es, die den Künstlern die Ideen zuflüsterten. Alle Arbeiten, die hier gezeigt werden, entspringen Musikinstrumenten, solchen, die ausgedient haben oder aufgrund von Fehlerhaftigkeiten erst gar nicht zu ihrer Bestimmung gelangten. Die entstandenen Skulpturen haben nicht mehr viel gemeinsam mit ihren Vorfahren. Sie sind ihrer Funktion beraubt und sie sind stumm, bis auf das leise Echo, das aus ihrem Innern klingt und an ihre Vergangenheit erinnert.

Es gilt:

  • das Abstandsgebot von 1,50 m
  • die verschärfte Maskenpflicht (OP-Maske oder Standard KN95/N95 bzw. FFNP 2-Maske)
  • die Kontakterfassung
  • die Anzahl der zeitgleich anwesenden Personen ist auf 7 begrenzt
  • um Vorausbuchung wird gebeten. Kurzfristig ist auch eine telefonische Abstimmung während den Öffnungszeiten möglich.


Kontaktdaten:

Kahnweilerhaus (donnerstags bis sonntags, 15-17 Uhr)

Tel. 063631-1089 oder 0151-56997183

Buchungen sind auch über die Kultur- und Tourist-Info möglich:

Tel. 06361-451-123 oder touristinfo@vg-nl.de 

Aktuelles, auch in Bezug auf die geplante Öffnung der anderen Museen in Rockenhausen, finden Sie rechtzeitig auf der Homepage unter www.rockenhausen.de.


Übrigens: neu und jederzeit zu besichtigen (offizielle Eröffnung coronabedingt später):

Das Foucaultsche Pendel im alten Wasserturm am Bahnhof in Rockenhausen.