Eröffnung der Ausstellung „Von Fichten und Feen“


Der neue Kahnweiler-Teil der Dauerausstellung hat seinen Platz gefunden

Dr. Claudia Groß alias DUZA und das Künstlerpaar Annette und Martin Goretzki präsentieren noch bis zum 8. Mai die Ausstellung „Von Fichten und Feen“, in der das Thema Wald sowie das Verhältnis zwischen ihm, bzw. der Natur, und dem Menschen näher betrachtet wird. Die Vernissage fand am 6. März statt – Luise Busch, Leiterin des Arbeitskreises, führte im Rahmen eines Zwiegesprächs mit den Künstler/innen in die Ausstellung ein.

Ausschlaggebend für die Zusammenarbeit in Rockenhausen war eine vorangegangene gemeinsame Ausstellung zum Thema „Memory“ (zu Deutsch: „Erinnerung“). Annette und Martin Goretzki besuchten im letzten Jahr einige deutsche Wälder und dokumentierten dort die Auswirkungen von Trockenheit, Hitze und dem Borkenkäferbefall in den Regionen. Die beiden wollen mit ihrer Arbeit aber nicht das Ende des Waldes, sondern die Entstehung eines besseren Lebensraums darstellen. Die Fichtenwälder, die eigentlich aus der Alpenregion stammen, sterben, allerdings entstehen gleichzeitig gesündere und nachhaltigere Wälder mit heimischen Bäumen. Das Künstlerpaar geht der Frage auf den Grund, inwieweit erschreckend wirkende Veränderungen nicht auch positive Entwicklungen mit sich bringen können. Die Arbeiten zeigen den Wandel, mitten in der Natur. Und dass dieser nicht zwingend nur Schlechtes mit sich bringt.

Die Arbeiten der Künstler/innen ergänzen sich

Claudia Groß, die unter dem Künstlernamen DUZA agiert, legt wiederum dem Fokus auf das Thema Frau. Sie verwendet unterschiedliche Reiß- und Schnitttechniken oder überträgt die Papierschnitte auf textile Materialien.  „Dentellage“ – so nennt Sie die Technik für diese Arbeiten, in welchen die Frauendarstellungen geradezu in den Waldlandschaften zu verschwinden scheinen; oder sich vor diesen manifestieren, als nehmen Feen vor den Augen der Betrachtenden plötzlich Gestalt an. Durch diese Art des Zerteilens und wieder Zusammenfügens wird verdeutlicht, dass etwas, nur weil es augenscheinlich zerstört wurde, nicht trotzdem Schönes hervorbringen kann. Auch das beschreibt einen Wandel, Werden sowie Vergehen werden thematisiert – sowohl in der Natur als auch den Menschen.

Arbeiten von DUZA
Arbeiten von DUZA

Die Kunsthistorikerin hat bereits in zahlreiche Ausstellungen in Rockenhausen eingeführt und auch die Dauerausstellung „Wegen Umbau geöffnet“ wurde von ihr mit kuratiert. Diese wurde nun um den Teil des Arbeitskreises Kahnweilerhaus ergänzt; nun können außer den berühmten Lithografien von Picasso auch weitere Stücke des Kunstsammlers besichtig werden.

Die Ausstellung „Von Fichten und Feen“ ist bis 8. Mai jeweils dienstags bis sonntags von 14:30 bis 17:30 Uhr im Museum Pachen, Speyerstraße 3, zu sehen.

Luise Busch, Claudia Groß, Martin und Annette Goretzki und Stadtbürgermeister Michael Vettermann bei der Vernissage

Fotos: Pressestelle VG NL