„Du musst nicht leben, aber segeln musst du!“


Die Ausstellung besteht aus 64 technischen Zeichnungen der traditionellen und heute nicht mehr vorhandenen kroatischen bzw. adriatischen Segel- und Paddelboote/Schiffe. Obwohl es sich um Computerzeichnungen handelt, werden sie nach den Grundsätzen der darstellenden Geometrie und des technischen Zeichnens dargestellt; die eingeführte Farbe verleiht ihnen eine zusätzliche Dimension. Diese Zeichnungen können als die systematischsten und die gründlichsten Darstellungen der Morphologie der traditionellen Boote angesehen werden. Durch faszinierende Rekonstruktionen nach alten Votivbildern oder auch Glücksfunden wundersamer Zeichnungen, in denen höchstes technisches Können mit äußerster Poesie zum Ausdruck kam, gelang es Salamon, ein Stück der verlorenen Identität der kroatischen Adria wiederherzustellen.

Die Zahl Drei war ausschlaggebend für den Titel der Ausstellung, da sie die maritime Kultur kennzeichnet. So entspricht z.B. die Breite des Schiffsrumpfes ungefähr einem Drittel seiner Länge, und seine Höhe einem Drittel der Breite. Bei starkem Wind wird das Segel in der Regel durch eine Reihe von dünnen Seilen um ein Drittel seiner bisherigen Fläche verkürzt. Am Heck der Schiffe befanden sich immer drei Laternen als Symbole für Glauben, Hoffnung und Barmherzigkeit. Und bereits der altgriechische Philosoph Platon teilte die Menschen in Lebende, Tote und Segelnde ein.

Durch seine Arbeit trug Salamon dazu bei, den mediterranen Ursprung Kroatiens zu identifizieren, und vor allem seine Zeichnungsausstellung kann als nationales Andenken zur Erhaltung des maritimen Kulturerbes betrachtet werden.

Die Ausstellung, die noch bis zum 26. Juni zu sehen ist, wurde von Stadtbürgermeister Michael Vettermann und der Leiterin des Kulturzentrums der Stadt Krk, Maja Parentić eröffnet – Jasna Gilbert übersetzte die Laudatio ins Deutsche: „Ein altes lateinisches Sprichwort sagt: Du musst nicht leben, aber segeln musst du! Navigare necesse est, vivere non est necesse! Sowohl Segeln als auch Reisen sind ein Muss - deshalb sind wir heute mit unseren Schiffen von der Ostküste der Adria hier.“ Michael Vettermann: „Mein Wunsch ist es, dass Sie durch diese Ausstellung Lust auf Krk bekommen und die Städtepartnerschaft neue Fahrt aufnimmt.“

Die Ausstellung wird von einem zweisprachigen Katalog (Kroatisch-Englisch) begleitet, in dem viele Informationen zur Ausstellung und alle darin enthaltenen Zeichnungen von Velimir Salamon präsentiert werden.

Nach der Vernissage trafen sich Bürgerinnen und Bürger im Innenhof des Museums, um sich über die Bildung eines Freundeskreises der Städtepartnerschaft auszutauschen. Dieses Angebot wurde zahlreich angenommen; es wurden einige Ideen hervorgebracht.

Und nicht nur wurde den Nordpfälzern die maritime Kultur der Adria nähergebracht, die Delegation aus Krk lernte im Rahmen der Städtepartnerschaft diesmal auch das Nordpfälzer Land kennen: Bei einem Ausflug ging es über das idyllische Moscheltal gen Norden. An der „Schönen Aussicht“ in Schönborn wurde bei sonnigem Wetter der herrliche Rundumblick über die Region genossen – besonders die strahlend gelben Rapsfelder hatten es den Kroaten angetan. Bei einem Picknick an der Moschellandsburg in Obermoschel blieben keine Wünsche offen. Der Steinskulpturenpark in Bad Münster am Stein mit Blick auf den Rotenfels bot allerlei Möglichkeiten für tolle Schnappschüsse, was gerne angenommen wurde. Bei einem gemeinsamen Abendessen wurde bereits über die nächsten Ideen gesprochen, sowohl für die Städtepartnerschaft, als auch für Ausstellungen.

Städtepartnerschaft - Ausflug
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Städtepartnerschaft - Ausstellung
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Städtepartnerschaft - Ausstellung
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