„Das Licht braucht die Dunkelheit“


Ausstellungsstück von Ingo Bracke

Das Ausstellungsjahr 2022 beginnt im Museum Pachen mit etwas ganz Besonderem: Am 15. Januar wurde der erste Teil der neuen Dauerausstellung „Wegen Umbau geöffnet“ eröffnet. Zeitgleich fand die Vernissage zur Sonderausstellung „mythos.tot“ von Ingo Bracke und Bernd Decker statt. An diesem Abend konnte Stadtbürgermeister Michael Vettermann zahlreiche Gäste auf dem Vorplatz begrüßen.

Stefan Engel (APK) führte in die Dauerausstellung ein. Diese befindet sich im frisch renovierten Erdgeschoss des Museums und teilt sich in drei Bereiche: Landschaft, Figuren und Surreales.

Zu bestaunen gibt es auch so manches bei der aktuellen Sonderausstellung, die noch bis 27. Februar zu sehen ist. Die beiden Künstler Bracke und Decker befassen sich mit verschiedenen Themen und um Mythen oder auch der Frage „Worum geht es im Leben?“. Dass das Leben nicht nur schwarz-weiß ist, stellt der Licht- und Installationskünstler Ingo Bracke beispielsweise mit einer Eisenbahn dar, die in der Form des Unendlichkeitszeichens auf dem Boden entlangfährt: Aus gleich drei verschiedenen Winkeln wird sie mit Kamerafahrten begleitet. Dieselbe Fahrt, aber aus unterschiedlichen Blickwinkeln – so lässt sich jede Situation, je nachdem, wie die Weichen gestellt sind, immer anders interpretieren.

Eisenbahn - Installation von Ingo Bracke

Bernd Decker greift mit einer seiner Installationen das Thema „Globale Verantwortung“ auf: Auf drei Monitoren werden verschiedene Videos präsentiert. Besucher/innen sehen in „Aqua alta“ das Wasser in Venedig immer höher steigen; man fragt sich, wie hoch es noch steigen wird, und hat sofort Bilder im Kopf, was die Kraft der Elemente auslösen kann. In einer weiteren Filmcollage sitzt der Künstler mit zwei weiteren Versionen von ihm an einem Tisch und die grün leuchtende „Global Responsibility“ wird reihum weitergegeben; kein Mensch möchte sie übernehmen, niemand fühlt sich verantwortlich.

Videocollage von Bernd Decker

Zusätzlich kamen die Besucher/innen der Vernissage am 15. Januar in den Genuss eines ganz besonderen Höhepunkts: In einer 13-minütigen Lichtinstallation, die einmalig an dem Abend aufgebaut war, wurde die Außenfassade und der Innenhof des Museums zur künstlerischen Fläche und mit einer Symphonie aus Licht, Klang und Farben kunstvoll in Szene gesetzt. Durch die Zusammenarbeit der Stadt mit dem benachbarten Hospiz des Evangelischen Diakoniewerk Zoar konnten sich die Gäste währenddessen an einer Tasse Glühwein aufwärmen.

Lichtinstallation Außenbereich
Lichtinstallation Innenhof

Die Sonderausstellung ist noch bis zum 27. Februar im Museum Pachen (Speyerstraße 3) zu sehen. Geöffnet ist das Museum von Dienstag bis Sonntag, jeweils von 14:30 bis 17:30 Uhr.

Gäste im Museum Pachen
Stadtbürgermeister Vettermann und Bernd Decker

Fotos: Pressestelle VG NL