Krk (Kroatien)

Die kroatische Stadt Krk und Rockenhausen haben eine Städtepartnerschaft gegründet

Eine Abordnung des Stadtrates war 2014 zur Begründung der Städtepartnerschaft nach Krk gereist. Die Abordnung bestand aus Stadtbürgermeister Karl-Heinz Seebald, dem Ersten Beigeordneten Gerd Fuhrmann, dem Vorsitzenden der SPD-Fraktion Joseph Blaum, dem stellv. Vorsitzenden der CDU-Fraktion Werner Dietz und dem stellv. Vorsitzenden der FDP-Fraktion Ulrich Geib. Die FWG hatte nicht teilgenommen, hatte aber ihre Unterstützung der Städtepartnerschaft bekundet. Die seit längerem bestehenden Beziehungen zwischen dem kroatischen Krk und Rockenhausen haben ein neues Gesicht bekommen. Das von den Bürgermeistern Seebald und Vasilić unterzeichnete Partnerschaftsabkommen dient der Ausarbeitung einer Reihe konkreter Kooperationsprogramme.
„Neben dem Erfahrungs- und Wissensaustausch unserer Kommunalverwaltungen und unserer kommunalen Unternehmen, möchten wir auch die Beziehung von Schulen zwischen beiden Städten aufbauen und fördern. Denn nur durch die Verwirklichung einer solchen konkreten und „greifbaren“ Freundschaft können wir ein Europa schaffen, nach dem wir alle streben“, so Bürgermeister Seebald.
Die neu gegründete Partnerschaft entstand aus einer bereits 2010 begonnenen Zusammenarbeit zwischen dem kroatischen Unternehmen „Ponikva“ und dem Ingenieurbüro „igr“ mit Sitz in Rockenhausen. Die igr hatte in den letzten Jahren eine Schlüsselrolle bei der Vorbereitung und der Ausarbeitung einiger wichtiger strategischer Entwicklungsprogramme für die Stadt und die Insel Krk, sowie bei der vor zwei Jahren vorgestellten „Interdisziplinären Null-Emissions-Strategie für eine nachhaltige Entwicklung der Insel Krk“ und bei einer Studie über die Abwasserentsorgung des Ortes Šotoventa.
Da die Kontakte der Städte über dieses Büro zustande gekommen waren, hatten Krk und Rockenhausen auch den Vorstand der igr, Herrn Werner Andres, zur Unterzeichnungszeremonie eingeladen .
2012 besuchten erstmals offizielle Vertreter der Stadt Rockenhausen die Stadt und die Insel Krk. Nach diesem Besuch und dem „Gegenbesuch“ der kroatischen Vertreter in Rockenhausen, kristallisierten sich sowohl die Gemeinsamkeiten als auch die Unterschiede der beiden Städte heraus - beides Ansatzpunkte, von denen beide Städte durch Erfahrungs- und Wissensaustausch profitieren können.  Die Entscheidung der beiden Stadträte für einen Aufbau einer Städtepartnerschaft, legte auch formal die Grundvoraussetzung für ein Partnerschaftsabkommen fest.
Bei einer feierlichen Zeremonie im Rathaus von Krk war es dann am 01. August so weit: Die beiden Bürgermeister Dario Vasilic und Karl-Heinz Seebald unterzeichneten den Partnerschaftsvertrag, nachdem die beiden Städte jeweils mit einer Präsentation der Bürgermeister vorgestellt wurden.
Nach den Feierlichkeiten stand die Besichtigung der kommunalen Einrichtungen auf dem Programm. Der neue Kindergarten und die neue Grundschule mit Schulsporthalle wurden besichtigt, außerdem „Ponikve“, wo die Wasserversorgung mehrerer Gemeinden zusammenläuft.
Außerdem wurde eine Ausstellung zum 100. Jahrestag des Beginns des ersten Weltkrieges besucht – diese Ausstellung ist vom 22. Mai bis 28. Juni auch in Rockenhausen im Kahnweilerhaus zu besichtigen.
Der nächste Tag stand im Zeichen des Tourismus. In diesem Bereich hat Krk außerordentlich viel zu bieten und weitreichende Erfahrung, was touristische Einrichtungen, Angebote und Infrastruktur betrifft. So wurde die Inselgrotte „Biserujka“ und die Stadt Dobrinj besichtigt, die mit einer wunderbaren Altstadt beeindruckt. Vor der Abfahrt der Delegation aus Rockenhausen am nächsten Morgen fand ein abschließendes Treffen der Beteiligten statt, bei dem die beiden Beigeordneten der Städte, Čedomir Miler und Gerd Fuhrmann, zu den Koordinatoren der weiteren Zusammenarbeit bestimmt wurden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die beiden Städte sich mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen und Entwicklungsstandarts in verschiedenen Gebieten ergänzen und durch gegenseitige Unterstützung voneinander profitieren können. Die weitreichenden Erfahrungen der Stadt Rockenhausen hinsichtlich der Nutzung erneuerbarer Energien und des Ausbau effizienter Systeme zur Erbringung öffentlicher Dienstleistungen (kommunale, gesellschaftliche und wirtschaftliche Infrastruktur sowie Umweltschutz) sind hierbei Schlüsselpunkte für Krk.
Stadtbürgermeister Seebald möchte die Partnerschaft insbesondere auf dem Gebiet der Kultur, des Tourismus und in zwischenmenschlichen Begegnungen, vor allem auch der Schulen, praktisch werden lassen.
Die Rockenhauser Delegation war zutiefst beeindruckt von der Gastfreundschaft der neuen Partner, dem kulturellen Angebot und den kommunalen Einrichtungen.
Alle Rockenhauser Delegationsmitglieder sind ebenso wir ihre kroatischen Gastgeber überzeugt davon, dass die Partnerschaft ein Erfolg werden kann.


Der Vertrag – die Kernpunkte:

- Zusammenwirken der Stadträte, Bürgermeister und Verwaltungen zum Erfahrungsaustausch und Weiterentwicklung auf den Gebieten: Dienstleistungen für Bürger, öffentliche Verwaltung, städtische kommunale Tätigkeiten, Naturschutz, Kultur, Erziehung und Bildung, Informatik und Einführung der Organisationen, internationale Beziehungen, sowie auf allen Gebieten, die im gegenseitigen Interesse sind und in der Zuständigkeit beider Städte liegen.
- Erfahrungsaustausch im Bereich Kommunalverwaltung und regionale Entwicklung, Qualifizierung der Verwaltungsmitarbeiter zur Anpassung der Verwaltung an Prozesse der europäischen Integrationen.
- Zusammenarbeit der unternehmerisch-informativen Zentren, Entwicklung des Klein- und Mittelgewerbes
- Überarbeitung, Aktualisierung und evtl. Anpassung der abgesprochenen Programme und Projekte im Zweijahresrhythmus

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