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Bild: Hans Gronauer

 

500 Jahre Sanduhren

Die Sanduhr ist nicht der älteste Zeitmesser, sie ist eine der jüngsten. Sonnenuhren, Wasseruhren und die Räderuhren gab es schon viel früher.
Im Sanduhrenbuch von Knut Deutschle ist nachzulesen, dass die Sanduhr erst nach der Wasseruhr erfunden wurde - sie ist quasi eine Nachahmung der Wasseruhr.
Die Wasseruhren der Römer hatten den Nachteil, dass man, so oft man sich ihrer bedienen wollte, das Wasser aus einem Gefäß in ein anderes schütten musste, wodurch das Wasser mit der Zeit vermindert wurde und daher die Uhr die Stunden nicht richtig hielt. In der Folge bediente man sich statt des Wassers lieber des Sandes, welcher zwischen zwei Gläsern verschlossen war und aus einem Glas in das andere lief, ohne dadurch vermindert zu werden. Aus einem birnenförmigen Glaskörper lief Sand in einen anderen, getrennt durch ein mit einer Öffnung versehenes Metallplättchen. Dort, wo die Glaskörper zusammenstoßen, dichtete der Sanduhrmacher mit Pech ab und verstärkte dies zusätzlich mit Leinwand, über die aus Garn, Leder, Messing- oder Silberdraht ein Türkenknauf geflochten wurde.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts stellte man den Glaskörper aus einem Stück her.
Der Sanduhrmacher musste sich größte Mühe geben, damit der Uhrensand möglichst lange seine Aufgabe des immer wiederkehrenden Fließens erfüllen konnte.
Dafür präparierte er Marmorsand, roten oder weißen Sand, Blei- oder Zinnsand.
Die Aufmerksamkeit galt weniger den Gläsern, als dem Sand. Bis zu zwanzigmaliges Sieben, Brennen, Schlämmen und Trocknen war notwendig, nachdem die Sandart – verschiedene Quarzsande, Sand aus Eierschalen, Blei- oder Zinnsand – ausgewählt worden war.
Die Sanduhr verdeutlicht die Grundstimmung der unwiederbringlichen, der einmal endenden und damit so wertvollen Zeit vollkommen.

Türmeruhr

Das Museum für Zeit möchte die vielfältigen Wege aufzeigen, die Menschen eingeschlagen haben, um Zeit - auch unsere Zeit – zu erfassen. Der dazu dienende Exponatenschatz erfährt nun, dank Herrn Konstantin Behrend aus Bad Kreuznach, eine wunderbare Bereicherung: Eine äußerst seltene Türmeruhr aus dem Nürnberger Raum.
Die um 1650 gebaute Uhr war lt. Behrend immer im Besitz seiner Familie.
Diese Uhr hat ein außergewöhnliches Zifferblatt, auf dem nicht nur die üblichen 12 Stunden angezeigt werden, sondern am äußeren Rand 16 Noppen angebracht sind. Diese Noppen sind das untrügliche Zeichen dafür, dass diese Türmeruhr aus dem Gebiet in oder um Nürnberg kommt. Dort war die Nürnberger, die „Große Uhr“, ab dem 14. Jahrhundert bis zum Jahre 1806 in Gebrauch.
Die Türmeruhren waren die ersten Uhren überhaupt. Schon im 14. und 15. Jahrhundert mahnten die „Schellen“ den Türmer, die Stundenzahl auf der großen Glocke zu schlagen.


„500 Jahre Sanduhren“ und Vorstellung der neuen Türmeruhr
Museum für Zeit
Schlossstr. 10, 67806 Rockenhausen
Ausstellungseröffnung: Samstag, 25. März 2017, 14.30 Uhr
Ausstellungsdauer: bis 31. Oktober 2017

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Kugellaufuhr                   

Die Kugellaufuhr, ein recht seltenes, technisch ästhetisches Wunderwerk, fasziniert jeden Betrachter! Doch selbst der an Uhren Interessierte begegnet ihr kaum. Umso begeisterter wird sie bestaunt und der Lauf der kleinen Stahlkugel verfolgt.

Nur Museen der Spitzenklasse können ihren Besuchern die Uhr mit der rollenden Kugel präsentieren. Die Uhr des Museums, die schon durch ihr Äußeres sehr beeindruckt, ist einem griechischen Tempel nachempfunden.
Ein ideales Beispiel des Spätklassizismus, ganz im Stil des frühen 19. Jahrhunderts, der Zeit, in der William Congreve diesen Uhrentypus gebaut hat. Fast alle Teile der Uhr sind feuervergoldet.
Die Kugellaufuhr, die Rolling-Ball-Clock, eine der großartigsten Entwicklungen in der Technik, ist in ihrem unbedingt präzisen Zusammenwirken aller Teile ein Zeugnis hervorragender Ingenieurleistung.
Der jüngere und jetzt auch noch der ältere Typus dieser Meisterwerke der Uhrmacherkunst, können im Wechsel im Museum für Zeit bewundert werden.
Dem leider verstorbenen Freund des Museums, dem ursprünglichen Eigentümer, Herrn Dr. John Blair, und dem Überbringer und „Kämpfer“ für das Museum, Herrn Hans Lipperts, ist das Museum zu großem Dank verpflichtet.


Kugellaufuhr
Museum für Zeit
Schloßstr. 10, 67806 Rockenhausen, Tel. 06361/3430
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 14:30 – 17:30 Uhr
Weitere Informationen unter www.rockenhausen.de


Pressebericht über die Kugellaufuhr

 

 

 

 

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