Kahnweilerpreis 2017

               

 

Kahnweilerpreisträger 2017 gefunden

Der nächste Kahnweilerpreis wird 2019 verliehen

Ausstellung zum Kahnweilerpreis 2017 im Museum Pachen- Deutsche Kunst des 20. Jahrhunderts in Rockenhausen.

Der Kahnweilerpreis 2017 geht an den in Berlin lebenden Künstler Philipp Hennevogl, der sich mit drei großformatigen Linolschnitten beworben hatte. Ein diesmal vergebener zweiter Preis würdigt das Schaffen der Mannheimer Künstlerin Barbara Hindahl. Sie hatte Zeichnungen eingereicht. Welchen Stellenwert der Kahnweilerpreis bei den Kunstschaffenden international genießt, zeigte der Ausschreibungszulauf in diesem Jahr. Unglaubliche 955 Bewerber, mit über 2000 Bewerbungsarbeiten fanden den Weg in die beiden Jurierungsrunden. Unter dem Vorsitz von Dr. Britta Buhlmann, der Leiterin der Pfalzgalerie in Kaiserlautern hatte die mit Sebastian Fath, Leiter der Galerie Fath in Mannheim, Professor Hans Gerke, dem ehemaligen Leiter des Heidelberger Kunstvereins, Dr. Ralf Gottschlich, dem stellvertretenden Leiter des Museums Spendhaus in Reutlingen,  Frau Dr. Annette Ludwig, Direktorin des Gutenbergmuseums in Mainz, Professor Dr. Beate Reifenscheid, Direktorin der Ludwigmuseums im Deutschherrenhaus in Koblenz und Frau Professor Tina Stolt von der Universität Koblenz-Landau hochrangig besetzte Jury die anspruchsvolle Aufgabe, in zwei Runden die Auswahl für die kommende Ausstellung zu treffen und die Preisträger zu ermitteln. Die Preisverleihung findet am 26. November um 11.00 Uhr im Museum Pachen – Deutsche Kunst des 20. Jahrhunderts statt. Insgesamt werden Arbeiten von 28 Künstlern in der Ausstellung gezeigt. Der Preis wird alle zwei Jahre von der Kahnweiler – Gedenkstiftung in Rockenhausen ausgelobt. Diesmal richtete sich die Ausschreibung an Künstler mit Arbeiten aus dem Genre „Arbeiten auf Papier“. Neben vielen Bewerbern aus Deutschland, wobei besonders viele aus Berlin, Hamburg, Köln und Düsseldorf waren, bewarben sich auch zahlreiche internationale Künstler. Diese waren aus den Niederlanden, Belgien, Schweiz, Finnland, Dänemark, Italien, Tschechien,  Polen, Spanien, Österreich, Luxemburg, Mazedonien, Kroatien, Griechenland, USA und Frankreich. Ein Hinweis darauf, welche Strahlkraft der Name Kahnweiler, als Wegbereiter der Moderne in der Welt der zeitgenössischen Bildenden Kunst innehat. Der insgesamt mit 10.000.- € dotierte Gedenkpreis dient der Künstlerförderung und erinnert zugleich an den 1884 in Mannheim geborenen Kunsthändler Daniel-Henry Kahnweiler, dessen Vorfahren aus Rockenhausen stammten und dessen Großelternhaus dort steht. Kahnweiler gründete 1907 seine erste Galerie in Paris; er förderte die Maler Pablo Picasso, Georges Braque, Juan Gris und Fernand Leger sowie die Bildhauer Manolo und Henri Laurens. Der Mäzen wird als "Geburtshelfer des Kubismus'' bezeichnet. Am 15. Februar 1970 wurde Kahnweiler aus Anlass seines 85. Geburtstages als "international berühmter Freund und Förderer genialer Künstler und verdienstvoller Vermittler zwischen deutscher und französischer Kultur'' zum Ehrenbürger von Rockenhausen ernannt.

Kahnweilerpreis 2017
Museum Pachen- Deutsche Kunst des 20. Jahrhunderts
Speyerstraße 3
Ausstellung: 26. November2017 – 07. Januar 2018
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 14:30 – 17:30 Uhr
Weitere Infos: 06361 - 452 252
www.rockenhausen.de

Link zum Bericht SWR3 Ausstellungseröffnung

Der Preisträger 2017

1.Preis
Philipp Hennevogl
1968  in Würzburg geboren
lebt und arbeitet in Berlin

Distel Linolschnitt

Die bevorzugte Ausdrucksform von Philipp Hennevogl ist der Linolschnitt. Der weitgehende Verzicht auf Farbe und die Reduzierung der Arbeiten auf Schwarz und Weiß bieten ihm ideale Möglichkeiten um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
„Ich finde Motive und Sujets in meiner direkten Umgebung als Ausgangspunkt für meine Kunst“ sagt Hennevogl. Das sind selbstgesehene Alltagsmotive, Portraits von Freunden, Stillleben und Stadtlandschaften. So sucht er die Wirklichkeit, den unverstellten Blick auf die Themen unserer Zeit und ist Beobachter und Chronist, der das Stimmungsbild, der ihn umgebenden Welt neu formuliert. Hier geht es um gültige Bilder, Bilder die in gewisser Weise zeitlos sind.
Ausbildung
1988-94     Studium der Freien Kunst an der Universität Gesamthochschule Kassel.
bei Prof. Kurt Haug, Prof. Peter Angermann, Prof. Silke Leverkühne
Einzelausstellungen (Auswahl)
2017    The Power of Everyday
           Centar za Grafiku, Belgrad
           In Sichtweite verborgen
           Galerie Hunchentoot, Berlin
2016    Das Wesentliche
           Galerie Maurer, Frankfurt a.M.
2013    Paradies
           Galerie Hunchentoot, Berlin
2011    Schnitte ins Herz und in die Augen
           Museum Franz Gertsch, Burgdorf, CH
2010    Mainzer Stadtdrucker 2010/11
           Gutenberg Museum, Mainz
2008    Linolschnitte
           KuK, Monschau
2007    Mensch und Ornament
           Kunstbüroberlin, Berlin
2004    Kosmos und Alltag
           ADG, Nürnberg (mit Udo Koch)
2001    Linolschnitte
           Neue Galerie, Kassel

Stipendien und Preise  (Auswahl)
2017        Daniel-Henry Kahnweiler Preis,         Rockenhausen
2010-2011    Mainzer Stadtdrucker Preis
2009        Kulturförderpreis der Stadt         Würzburg
2008        Montjoie Stipendium, Monschau
2003        Künstlerförderung Berlin         (Werkvertrag)
2000        Stiftung Kulturfonds im Schloß Wiepersdorf

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2. Preis
Barabara Hindahl
geboren in Rheinhausen/Ruhrgebiet
lebt und arbeitet als Zeichnerin in Hannover und Mannheim



Dirt Fiction Zeichnung

Weitere in der Ausstellung vertretende Künstler sind: Katharina Barkow, Christiane Conrad, Katharina Fischborn, Wilhelm Frederking, Frankie Gao, Marianne Goldbach, Vera Kattler, Ralph von Kaufmann, Edgar Knobloch, Thomas Koch, Anja Luithle, Monika Meinold, Martin Meiswinkel, Esther Naused, Christian Pilz, Hanna Sass, Shahla Safarzadeh, Christine Schön, Hedi Schwöbel, INK Sonntag-Ramirez Ponce, Sebastian Speckmann, Sabine Springer, Genaro Strobel, Benedikt Terwiel, Brigitte Tharin, Daniela Wesenberg.


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Hintergrund zum Kahnweilerpreis

Die Kahnweiler-Stiftung Rockenhausen, die 1979 durch einen Beschluss des Stadtrats der Stadt Rockenhausen gegründet wurde, hat sich die Betreuung und Erweiterung des Nachlass   von Daniel-Henry Kahnweiler (1884-1979) sowie die Förderung bildender Künstler zum Ziel gesetzt.

Das Vermögen der Stiftung besteht aus der deutschsprachigen Bibliothek Kahnweilers, Bildern, die er der Stadt Rockenhausen nach seinem Tod überlassen hat, Dokumentationsmaterial über seine Person und sein Werk, sowie Zustiftungen.

Die Förderung bildender Künstler geschieht im Wesentlichen durch den seit 1981 vergebenen Daniel-Henry Kahnweiler-Preis. Dieser Kunstpreis wird im Wechsel für Malerei/Grafik und Bildhauerei/Plastik ausgeschrieben. Er wird seit 1981 in unregelmäßigen Abständen von der 1979 durch die Stadt Rockenhausen gegründeten „Kahnweiler-Gedenkstiftung“ ausgelobt und ist derzeit mit insgesamt 10.000 € dotiert (inkl. eines Förderpreises von 2.500 €, der vergeben werden kann). Die Vergabe erfolgt durch eine unabhängige Jury. Der Preis erinnert an den Kunsthändler Daniel-Henry Kahnweiler, der Ehrenbürger von Rockenhausen war und der Stadt seine Bibliothek vermacht hat.

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Weitere Informationen können Sie unter Tel. 06361/451-252 erfahren.




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  67806 Rockenhausen

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