Kahnweilerhaus


Pablo Picasso?

 

Klar, kenn' ich, das ist doch der berühmte Maler, Kubismus und so!


Wer? Daniel-Henry Kahnweiler?
 
Daniel-Henry Kahnweiler wurde am 25. Juni 1884 in Mannheim geboren. Seine Vorfahren lebten seit nahezu zwei Jahrhunderten als jüdische Kaufleute im pfälzischen Rockenhausen, wo heute noch das Haus seiner Eltern und Großeltern in der Luitpoldstr. 20 steht.
 
Er war "Entdecker", Förderer und nicht zuletzt persönlicher Freund Pablo Picassos, blieb dabei aber als Kunsthändler, Verleger und Schriftsteller stets im Hintergrund.

In seiner kleinen Pariser Galerie wagte er sich 1908 als Erster an eine Ausstellung der noch jungen kubistischen Kunstrichtung mit Bildern von Pablo Picasso und George Braque, die von den etablierten Pariser Kunstsalons noch abgelehnt wurden.

In der Folgezeit standen bei ihm neben Picasso und Braque auch André Derain, Maurice de Vlaminck, Fernand Léger und Juan Gris unter Vertrag.
 
Als Kahnweiler 1909 einen Verlag gründete, um die Gedichte seines Schriftstellerfreundes Guillaume Apollinaire mit Illustrationen von Derain zu veröffentlichen, gestaltete Derain auch das Verlagszeichen:

Zwei Muscheln mit den Initialen HK.

 

Die Muscheln standen dabei für die hohe Qualitätsanforderung, nicht mehr als zwei Fehler in einem Buch zuzulassen (das französische Wort für Muschel "coquille" bedeutet auch "Druckfehler").
 


 
Was gibt es zu sehen?




Im 1981 eingerichteten Kahnweilerhaus sind außer zwei Kahnweiler Lithografien von Picasso eine Fotodokumentation zur Biografie Kahnweilers sowie seine deutschsprachige Bibliothek zu sehen



(und auch zu benutzen).
(Text: Matthias Bode)
 
 
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