"1410 wurde der Schmalfelderhof erstmals urkundlich erwähnt. Er war ein Wirtschaftshof der Stolzenberger Herrschaft, 1710 Elsenborner Hof genannt, dessen Quellenname auf die dort wachsende Elsbeere (Pirus torminalis) zurückgeht. 1717 übernahmen acht Pfalz-Zweibrücker Leibeigene, Untertanen von Oberndorf, den Hof bei einem Erbkaufschilling von 300 Gulden in Pacht. Jährliche Abgabe: 15 Malter* Korn, 17 ½ Malter Spelz (Dinkel) und 17 ½ Malter Hafer. In der Franzosenzeit nach 1800 wurden die Erbpächter Eigentümer von Grund und Boden. Noch bis in die 60er Jahre war der Hof durch seine Viehzucht (Glan-Donnersberger Rinderrasse) weit und breit bekannt. Schon ab 1720 wurde in Privathäusern (zusammen mit dem Leiningerhof) Schule gehalten. Zwischen 1875 und 1884 war hier eine landwirtschaftliche Winterschule, deren Lehrer winters und sommers den Werktagsschulunterricht erteilten. 1884 bauten die Bewohner aus eigenen Mitteln das Schulhaus"(6) in der Glockenstraße. Bevor es am 1. November im Jahre 1884 in Dienst gestellt wurde, wurden die Kinder des Schmalfelder- und Leiningerhofes privat unterrichtet. Die Kosten mussten die Eltern tragen. Ab 1884 waren hier Hilfslehrer und Lehrer tätig. Der letzte Lehrer, der hier unterrichtete, war Ernst Röder, der auch im oberen Stockwerk wohnte. Margot Engel vom Leiningerhof ging hier noch zur Schule und berichtet, dass in dieser Zeit 19 Schüler der 1. bis 8. Klasse in einem Raum unterrichtet wurden. Nach ihrer Ausbildung kam sie hierher zurück und unterrichtete noch ein halbes Jahr Handarbeit, bevor die Schule mit Ende des Schuljahres 1967 für immer geschlossen wurde. Später wurde das Schulhaus zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut und ist heute Zentrum des regen Dorflebens. Tipp: Besuchen Sie die Ausstellung"Kunst im Park - Ilo Jung" und die Töpferei Ilo Jung auf dem Schmalfelderhof, Friedhofstraße 3, es lohnt sich! www.ilojung.de
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