Wandern 7-Höfe-Wanderung Hoferhof
Der Hoferhof

Unter der Bezeichnung "Hummershäuserhof" wird der Hoferhof 1483 erstmals urkundlich genannt (1).

 

Bis Mitte des 17. Jh. stand die Ansiedlung unter der Bezeichnung "Oberhof". Der Oberhof lag etwa 250 m entfernt vom heutigen Standort im Tal in Richtung St. Alban (östlich vom Hoferhof), an der oberen Quelle im "Teufelsloch". Seit 1828 trägt er den Namen "Hoferhof" (2).

 

Die späteren Gebäude, genannt Hoferhof, wurden an der Römerstraße entlang gebaut. Diese verläuft über Falkenstein und Fürfeld.
Ende des 17. Jh. bis anfangs des 18. Jh. stand hier eine Ziegelei. Der Betrieb wurde eingestellt, nicht weil es zu wenig Lehm gab, sondern weil Wasser und Sand schwer zu beschaffen waren. Heute steht an ihrer Stelle das Anwesen von Ritter (Hoferhof 9). Noch immer heißt, die Gewanne rings herum die "Ziegelhütte".

 

Im 18. Jh. wurde auf dem Hoferhof jährlich ein Markt abgehalten, auf dem Holz versteigert wurde und Marktstände Angebote aus der damaligen Zeit verkauften.


In dem alten Anwesen links an der Abzweigung zum Stolzenbergerhof war das Gasthaus "Zum goldenen Pflug" (Hoferhof 6). Hier soll einst der Schinderhannes übernachtet haben.


Auf dem Weg zum Stolzenbergerhof, ca. 500 m vom Hoferhof entfernt, sind auf der linken Seite zwei aufragende Säulen zu sehen. Sie sind Überreste einer Weidenkocherei, die hier früher betrieben wurde. Durch Kochen wurden die Weidenruten zum Korbflechten vorbehandelt.

(1) aus der Jubiläumsfestschrift von Dielkirchen, 1993
(2) aus der Jubiläumsfestschrift von Dielkirchen, 1993

 



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