Rechts: Einblick in die neugestaltete Dauerausstellung Themenraum "Mainzer Künstler nach 1945" Lebensstationen - Kunststationen Neu konzipiert präsentiert sich die Dauerausstellung im Museum Pachen - Deutsche Kunst des 20. Jahrhunderts. Wesentlicher Aspekt der Konzeption: Die moderne Farbgestaltung der Ausstellungsräume betont und aktivert die einzelne Themenbereiche. Nach dem Tod des Ehepaares Pachen wurde eine Neuordnung der Sammlung unter Anleitung von Clemens Jöckle, Leiter der Städtischen Galerie Speyer, notwendig. Die Gründe dafür liegen in der Subjektivität der Sammler, die nicht systematisch bestimmte Epochen oder Werkruppen oder Themen zusammentrugen, sondern ausgehend von ihren ureigensten Lebenserfahrungen die Werke auswählten. Beginnend in Spremberg in der damaligen DDR, dann nach der Umsiedlung in den Westen mit neuen Lebensstationen in Mainz und schließlich Rockenhausen trugen die Pachens durchweg über persönliche Kontaktaufnahmen zu unterschiedlichen Künstlern je nach Neigung diese Sammlung zusammen. Die von dem Ehepaar Pachen zuletzt vor zehn Jahren eingerichtete Dauerausstellung lebte von den persönlichen Erinnerungen und Erzählungen des Ehepaares und konnte nur vor dem Hintergund einer Rezeptionsgeschichte verbunden mit der ungewöhnlichen Lebensgeschichte bestehen, die den Besuchern ausführlich von den Sammlern erläutert worden sind. Sie wurden nie schriftlich festgehalten. Da dieser Aspekt nun unwiederbringlich fehlt, mussten die Bestände neu konzipiert werden. Da die bereits in der DDR ungegenständlicliche Kunst unter großen Schwierigkeiten gesammelt hatten, werden entsprechend der Devise "Lebensstationen=Kunststationen" folgende Themen präsentiert: 1.Ungegenständliche Malerei, Großplastiken, Werke von Max Ackermann, Heinz Kreuz, Bernard Schulze, Otto Ritschl, Plastiken von Erich Cimiotti u.a. Neuerungen der figurativen Kunst (Spannung Ost-West) 2.Neuerungen der figurativen Kunst auf dem gebiet des Menschenbildes (u.a. Otto Dix, Emil Scheibe), des Tierbildes (Otto Dix, Josej Hegenbarth), des Stillebens (Karl Schmidt-Rottluff), der Landschaft (u.a. Slooten) und der Alltagsschilderung (Arwed D. Gorella) gewidmet. Als Plastik ist die berühmte Plastik von Bernard Heiliger, Porträt Karl Hofer zu sehen. 3.Mogunitia aurea: Künstler aus Mainz nach 1945 Präsentiert ist ungegenständliche Malerei von Gustl Stark, heinz Prüstel u.a., sowie figurative Künstler, darunter der Porträtist Guido Ludes und der Landschaftsmaler leo Brandmüller, des Weiteren Plastiken von Johannes Metten, Karl-Heinz Oswald u.a. 4. Künstlergruppen in der Pfalz nach 1945 Zu sehen sind u.a. Curt Georg Becker, Hans Kuhn, Klaus-Heinrich Keller, Barbara Giloi sowie die Fantasten Hermann Hoormann und Otfried H. Culmann, Plastiken von Karl-Heinz Deutsch, Inge Blum, Thomas Duttenhoefer und Erich Sauer. Die qualitätvolle Plastiksammlung der Pachens wurde bei der Neukonzeption berücksichtigt. Vor allem sämtliche Entwicklungen der Plastik nach 1945 werden anhand der wichtigsten Künstler gezeigt. Die grafische Sammlung der Pachens wird im Rahmen der Wechselausstellungen gezeigt. Darüber hinaus erarbeitet die Stadt Rockenhausen jährlich fünf weitere Sonderausstellungen und hat dafür entsprechende Partner gewonnen: nämlich den von dem Künstler Stefan Engel geleiteten "Verein MachArt", der Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler (APK) , die städtische Galerie Speyer. Gewichtig wird auch in diesen Räumen die Präsentation der Kahnweiler Preisträger sein. Aktuelle Ausstellung im Januar 31.01. - 21.03.2010 Druckgrafische Werke aus der Sammlung Pachen "Grafik der verschollenen Generation" Ausstellungseröffnung, Sonntag, 31.01.2010, 11 Uhr Begrüßung: Bürgermeister Karl-Heinz Seebald Einführung: Monika Portenlänger Kunsthistorikerin, M.A., Speyer Druckgrafische Werke im Museum Pachen Bei den meisten Kunstsammelern bildet die Grafik den größten Anteil der zusammengetragenen Werke. So ist es auch bei der Sammlung Pachen der Fall. Vom Anfang ihres Sammelns an war für Heinz und Hella Pachen die gedruckte Kunst unverzichtbarer Bestandteil - und das nicht nur wegen der vergleichbar niedrigeren Preise gegen über den Werken der Plastik und Malerei. "Grafik der verschollenen Generation" Dieser Titel bezeichnet eine Künstlergeneration der zwischen etwa 1890 und 1925 geborenen Künstler, bei denen Lebenszäsuren, bedingt durch den Ersten Weltkrieg, zwangsweise gesetzt worden sind. Sie waren berührt vom Schönheitskult des Jugendstils, als Jünglinge ins Inferno des Ersten Weltkrieges gestürzt und vom Schock der Frontgräben geprägt, wie etwa Otto Dix. Anschließend wurden ihre Werke im Dritten Reich verfemt und verschwanden aus der Öffentlichkeit, ebenso wie sie nach dem Zweiten Weltkrieg unter der Vorherrschaft der Abstraktion wiederum ins Abseits des Kunstlebens geraten waren. Dazu verloren die meisten Künstler dieser Generation ihre Werke durch die Ausbombung der Ateliers und konnten oft nur das nackte Leben retten. Zu sehen sind Grafiken von Carl Barth, Kurt Bunge, Otto Dix, Wilhelm Grimm, Josef Hegenbarth, Wlli Robert Huth, Hans Otto Orlowski, Hans Theo Richter und Hermann Teuber. Nachmittagsangebot am 17.03: Begleitprogramm zur aktuellen Ausstellung "Grafik der verschollenen Generation" Thomas Schmitt, Bücherhütte, liest Texte bzw. Kurzgeschichten von Autoren, die ebenso wie die ausstellende Künstlergeneration verfolgt, verfemt und einem Berufsverbot durch die Reichskulturkammer unterworfen waren. Sie gehören zur Generation der Enttäuschten und Betrogenen, deren Ideale im Krieg zerstört worden sind. Ausgewählte Werke von folgenden Autoren stehen auf dem Programm: Kurt Tucholsky, Erich Kästner, Hans Fallada, Wolfgang Borchert u.a. Die Lesung findet am Mittwoch, 17. März von 15.30 bis 16.30 Uhr statt. Veranstaltungsort: Museum Pachen Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Weitere Ausstellungstermine 2010 26.03. - 09.05.2010 Künstlergruppe K5, in Kooperation mit der Städtischen Galerie Speyer Ausstellungseröffnung: Freitag, 26.03., 18 Uhr 16.05.- 27.06.2010 Kurt Justinger "Bilderwelten" Malerei Ausstellungseröffnung: Sonntag, 16.05., 11 Uhr 11.07.- 29.08.2010 Internationales Bildhauersymposium Begleitend zum Symposium, zeigen die Künstler, Zeichnungen, Skizzen, Modelle und Plastiken zu dem Themenkreis Habitat. Die fünf ausgewählten Künstler sind: Christoph Mancke (D), Ursp. Twellmann /CH), Winni Schaak ( D), Martin Scöneich (D) und Stefan Engel (D) In Kooperation mit dem VereinMachart Ausstellungseröffnung: Samstag, 10.07.,18 Uhr 05.09.- 17.10.2010 "Weibsbilder" (ApK) Brigitte Sommer, Edelgard Lösch und Klaus Fresenius Malerei und Zeichnung Ausstellungseröffnung: Sonntag, 05.09., 11 Uhr 07.11.- 02.01.2011 Kahnweilerpreis - Ausstellung Malerei Ausstellungseröffnung, 07.11., 11 Uhr
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